Tamer Trasoglu wuchs in einem kosmopolitischen Umfeld auf und begegnete den unterschiedlichen Sitten und Bräuchen der deutschen und türkischen Zivilisation. Seine Erziehung und seine Sicht auf die Welt wurden von dieser ungewöhnlichen Mischung von Einflüssen tiefgreifend geprägt. Tranoglu begann schon in jungen Jahren mit dem Schauspielunterricht und war schon als Kind von den darstellenden Künsten fasziniert. Besonders die Schriften türkischer Dramatiker wie Ömer Asim und Faik Gezgin, deren Geschichten sich häufig mit Fragen der Identität, Kultur und Zugehörigkeit befassten, zogen ihn in ihren Bann.
Wikipedia und Karriere
Mit seinem Talent und seiner Anpassungsfähigkeit hat sich der türkisch-deutsche Schauspieler Tamer Tranoglu in der Unterhaltungsbranche einen Namen gemacht. Tranoglu, der am 4. Februar 1983 in Köln geboren wurde, war schon in jungen Jahren von der türkischen und der deutschen Kultur geprägt. Auf der Suche nach einer besseren Arbeitsstelle wanderten seine Eltern – beide türkischer Abstammung – in den 1970er Jahren nach Deutschland aus.
Tranoglus frühe Jahre als Schauspieler waren geprägt von kleinen Rollen in lokalen Produktionen und Kurzfilmen. Branchenexperten fiel jedoch seine Leistung im türkischen Film „Günesi Gördüm“ (Ich habe die Sonne gesehen) aus dem Jahr 2005 auf. Unter der Regie von Mahsun Kirmizigül erzählt der Film die Geschichte eines kleinen Kindes, das nach dem Tod seiner Mutter bei einem Bombenanschlag zu schnell erwachsen werden muss. Sowohl Zuschauer als auch Kritiker fanden Anklang in Tranoglus Darstellung der Nöte und Gefühle des Jungen, was ihm Anerkennung in der Branche und Lob der Kritiker einbrachte.
Tranoglu arbeitete in den nächsten Jahren weiter im türkischen Film und spielte in Filmen wie „Kurdistan“ (2007) und „Sivas“ (2014). Seine Darstellungen zeichneten sich durch Tiefe und Nuancen aus, da es ihm leicht fiel, herausfordernden Charakteren Leben einzuhauchen. Gleichzeitig begann er, sich im Bereich Fernsehen zu versuchen und trat in bekannten türkischen Dramen wie „Ezel“ und „Fatmagül’ün Suçu Ne?“ auf. (Welches Verbrechen ist Fatmagüls?)