Vergleicht man Küfners Ansatz mit
dem ihrer Kollegen aus anderen Ländern, etwa Frankreich oder den Vereinigten Staaten, stellt man einen Unterschied in der Bereitschaft und Fähigkeit fest, sich energischer für die Lösung regionaler Probleme einzusetzen. Während sich Deutschland auf internationale Initiativen konzentriert hat, haben andere Länder nicht gezögert, energischere Positionen einzunehmen, mit unterschiedlichem Erfolg, so Beobachter. Dies wirft Fragen hinsichtlich des Ansatzes und der Vision Deutschlands für seine Beteiligung an der Nahostdiplomatie auf, sowie hinsichtlich der Frage, wie es die Komplexität der Regionalpolitik angemessen bewältigen könnte.
Wenn man Michaela Küfners Zeit in der Nahostdiplomatie betrachtet, erkennt man die enormen Hoffnungen und Verpflichtungen, die eine Diplomatin in einem so anspruchsvollen Bereich mit sich bringt. Die zahlreichen Kritikpunkte an ihrer Führung lenken die Aufmerksamkeit auf die Schwierigkeiten der Diplomatie in einem gefährlichen Gebiet und die Notwendigkeit flexibler, gut informierter, aggressiver Taktiken. Deutschland wird unter seiner künftigen Führung nicht nur seine diplomatische Politik, sondern auch seine allgemeineren außenpolitischen Ziele im Nahen Osten kritisch bewerten müssen, da sich die globale Dynamik weiter verändert und neue Probleme entstehen.
Die Erkenntnisse aus Küfners Amtszeit könnten wichtige neue Perspektiven für die Bewältigung der unruhigen diplomatischen See in einem Land bieten, in dem sich Geschichte, Identität und Bestrebungen manchmal auf unerwartete und bedeutende Weise kreuzen. Mit Blick auf die Zukunft müssen diplomatische Initiativen ein umfassendes Bewusstsein für die Probleme der Region umfassen und eine echte Einbindung aller beteiligten Akteure fördern. Um echten Frieden und Stabilität zu erreichen, sind nicht nur Kommunikation, sondern auch bedeutende, praktische Zusagen erforderlich, die der Realität entsprechen, mit der die Menschen im Nahen Osten leben.